Foto: Lust aufs Land/Cacha

Kaviar aus dem Steyr Tal

Helmut Schlader ist einer von zwei Kaviar-Produzenten in Österreich. Die Störe, die er am Rande des Nationalparks Kalkalpen hält, sind seltene Fische.

Sein Produkt ist kostbar und köstlich und außerdem in Oberösterreich einzigartig: Helmut Schlader (41) aus Steyrling in der Gemeinde Klaus produziert Kaviar  – den echten, wohlgemerkt. Doch wann ist Kaviar eigentlich echt? „Kaviar kommt vom Stör“, stellt Schlader klar. Preiswerte Alternativen, die in jedem Supermarkt zu finden sind, kommen zum Beispiel von Forellen, Lachsen oder Seehasen. Doch nur der Rogen, also die Eier der verschiedenen Störarten, dürfen als echter Kaviar bezeichnet werden. 

Einziger Kaviarmacher in Oberösterreich

In Oberösterreich ist Helmut Schlader der Einzige, der sich dem Luxusprodukt verschrieben hat, österreichweit betrachtet gibt es einen Kollegen nahe Salzburg. Schlader hat vor drei Jahren seinen Job bei einer großen Lebens-mittelkette, für die er auch in verschiedenen osteuropäischen Ländern tätig war, an den Nagel gehängt und sich zurück auf den elterlichen Bauernhof begeben. Dort hatten Hedwig (73) und Georg (81) Schlader die Viehwirtschaft zwar schon vor längerer Zeit aufgegeben, der Platz für Fischteiche und -becken war jedoch gegeben.

Das kristallklare Kalkalpenwasser aus eigener Quelle bietet die perfekte Basis für sein Unterfangen. „Das beeinflusst auch den Geschmack des Kaviars“, sagt Schlader. „Alpenkaviar“ nennt er die edlen Perlen aus dem Bauch der Fische. Sibirischer Stör, Sterlet und Russischer Stör sind es hauptsächlich, die in seinen Gewässern schwimmen. Letzterer wird demnächst den sogenannten „Ossetra“-Kaviar liefern, den Schlader als qualitativ hochwertigsten Kaviar bezeichnet und der in Gourmet-Kreisen neben dem Beluga-Kaviar auch sehr bekannt ist. „Im deutschsprachigen Raum bin ich wahrscheinlich der Einzige, der Ossetra-Kaviar produziert“, freut sich Schlader bereits auf die erste „Ernte“. Schließlich steht mit der Zeit um Weihnachten und Silvester auch die Hauptsaison vor der Tür. Dafür wird zweimal pro Woche verarbeitet. 

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